Chirurgie


Verbandsschere v. MARTIN

Schere n. MARTIN
 

 

Verbandsscheren zeichnen sich durch ihre stumpfe Spitze aus, mit der der Operateur blindlings unter eingeblutete und verkrustete Verbände fahren kann, ohne die Haut zu verletzen.

 

Exponat

Die hier gezeigte Schere wurde in den Werkstätten von MARTIN hergestellt und fand sich auf einem luxemburgischen Flohmarkt, zusammen mit dem Metallkasten auf dem sie jetzt abgebildet ist. Dieser entpuppte sich als Behälter für das Zielgerät eines polnisches Militär-Maschinengewehr – und war nicht, wie ursprünglich angenommen, ein chirurgischer Besteckkasten. Offenbar fand er den Weg nach Luxemburg als Behälter für die Schere … Das Unternehmen "Gebrüder Martin" wurde 1923 in Tuttlingen als gemeinsame Vertriebstochter von sieben konkurrierenden (!) Gesellschaftern gegründet (siehe unter "Nahtbesteck).

 

Als Besonderheit möchte ich die Drahtschere hervorheben: nahe am Gelenk besaß sie eine beachtliche Beißkraft. Ansonsten findet sich die Schere noch heute im Katalog der Fa. Martin wieder.