Gynäkologie


Scheidenspüler (2)

Mutterrohr, Besteck in Originalverpackung 

Beim Klistier wird warmes Wasser in den Darm eingelassen. Es gibt dabei drei unterschiedliche Geräte. a. Klysopomp ist ein Gummiball mit Stiel. Der Gummiball wird mit Wasser gefüllt und dann wird mit der Hand das Wasser ausgepresst. Man kann nicht loslassen, sonst würde das verunreinigte Wasser in den Gummiball wieder eingesogen werden. b. Irrigator ist ein Wasserbehälter mit Schlauch. Er wird mit Wasser gefüllt und irgendwo so hingehängt, so dass er höher hängt als der Darm. Dann fließt das Wasser langsam in den Darm. Meistens gibt es am Schlauch einen Wasserhahn, mit dem man die Wassereinlauf-Geschwindigkeit steuern kann. c. Seringue ist eine Art Spritze, die mit Wasser gefüllt ist. Der Stiel wird in den After gesteckt, und das Wasser kann dann wie bei einer Spritze durch Drücken einlaufen. Der Bediener hat die volle Kontrolle über die Einlaufgeschwindigkeit. d. Glasrohr mit Aufsatz das nach Einführung in den Darm, langsam auf und nieder geschwenkt wir, so dass die Spülflüssigkeit in den Darm hinein- und herausläuft.

Bei der Scheidenspülung bedient man sich der Spülbirnen, z.T. in Kombination mit speziellen Spekula zum Öffnen der Scheide.

Das hier vorgestellte Set ist eine Weiterentwicklung aus dem Besteck 1/b.

Lit.:
Karl SUDHOFF, Mutterrohr und Verwandtes im medizinischen Instrumentarium der Antike, in: ArchGeschMed 18, 1926, S. 51.