Gynäkologie


Scheidenspüler (6)

Gitter-Speculum, um 1930 

Bei dem hier vorgestellten "Spül-Spekulum" handelt es sich um einen sog. "Pulver-Bläser", mit dem kontrazeptive Pulver auf die Zervix gepustet wurden.

Der Pulverbläser war ein gängiges Verfahren der Schwangerschaftsverhütung. Das verwendete Pulver bestand aus 50 Teilen Borsäure, 2,5 Teilen Zitronensäure, 2,5 Teilen Gerbsäure, 10 Teilen Gummiarabicum und 35 Teilen Puder. Die so eingestäubte Scheide gewährt 30 Minuten lang Schutz gegen Schwängerung, erfolgt die Ehepflichtleistung erst später, so ist der absoluten Sicherheit halber die Manipulation zu wiederholen.“ (zitiert aus: ‚Das neue Naturheilverfahren – Lehr- und Nachschlagebuch der naturgemäßen Heilweise und Gesundheitspflege’ von F.E. Bilz in der 73. Auflage erschienen um 1900.)
Link:
ub-ed.ub.uni-greifswald.de/opus/volltexte/2006/17/pdf/ Pulverblaeser_oLoEoD.pdf