Laborgerätschaften


Immersions-Öl (1)

Ölfläschchen, um 1950 

Mit zunehmender Vergrösserung der Mikroskope verschlimmerte sich die achromatische Aberration. Erst die Einführung der Ölimmersionstechnik brachte in dieser Hinsicht Remedur:

Der schottische Physiker Sir David BREWSTER (1781 - 1868) berichtete 1813 über entsprechende Versuche. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts benutzte Giovanni Battista AMICI (1786-1868) Wasser als Immersionsmittel, stellte aber bereits Studien über die Brauchbarkeit von Ölen an, insbesondere von Anisöl. Angeregt von diesen Arbeiten, erkannte John Ware STEPHENSON in London 1878 den besonderen Nutzen von eingedicktem Zedernöl , das einen Brechungsindex von 1.515 besitzt - genau der gleiche wie Glas !
Quelle:  http://www.amuseum.de/mikroskopie/mikroskopvortrag2.htm

"Biologische Präparate werden für die Lichtmikroskopie oft mit einem Deckglas abgedeckt. Deckgläser haben eine Dicke von 0.15 - 0.22 mm. An der Grenzfläche von Deckglas und Luft werden die Strahlen gebrochen, da der Brechungsindex von Luft geringer ist als der von Glas. Nur steil abgestrahltes Licht fällt in die Apertur des Objektivs. Flache Strahlen werden stärker gebrochen und verfehlen das Objektiv oder werden sogar im Deckglas reflektiert. Durch Lichtbrechung wird die Bildqualität im Mikroskop erheblich vermindert. Um die Lichtbrechung zu verhindern, kann der Spalt zwischen Deckglas und Objektiv mit einem Immersionsmedium gefüllt werden, das den gleichen Brechungsindex wie Deckglas und Objektivglas hat. Unter diesen Bedingungen erreicht auch relativ flach abgestrahltes Licht die Objektivapertur, weil sie durch Medien mit identischen Brechungsindizes fallen. Der Raumwinkel des Lichtkegels, der vom Objekt ausgeht und in das Objektiv gelangt, wird durch das Immersionsmedium vergrößert. Es gelangt also mehr Licht vom Objekt ins Objektiv. Als Immersionsmedien werden spezielles Immersionsöl oder Wasser verwendet. Objektive sind speziell für das jeweilige Medium ausgelegt: Öl-objektive sind weder für Wasserimmersion noch für Luftmikroskopie geeignet."
Quelle: www.zoologie-skript.de/methoden/mikros/oil.htm

Vorgestellt werden zwei etwas unterschiedliche Fläschchen (Hals, eingeschliffene Pipette) zum Aufbewahren des Öles (Fundus Hary).