Pharmazie


Infundierapparat (2)

Infundiergerät
 

Ein elektrisch betriebenes Dekoktorium der Bielefelder Fa. KLEINESDAR macht den Übergang vom aether- resp. gasbefeuerten Gerät zur Moderne.

 

Besagte Firma wurde 1933 von Hermann Kleinesdar gegründet zur Herstellung von elektrischen Getreidetrocknern. Der Tradition Bielefelds als Leinenstadt folgend, wurde das Sortiment schon bald auf elektrische Bügeleisen erweitert. Von der Herstellung von Dekoktorien steht in der Firmengeschichte nichts, da es sich vermutlich um Einzelanfertigungen handelte. Nach kurzer Zeit baute sich ein fester Kundenstamm auf, so dass sich das kleine Unternehmen von Anfang an gut am Markt behaupten konnte. Nach dem frühen Unfalltod von Hermann Kleinesdar im Jahr 1947 wurde die Firma von seiner Frau Dora weitergeführt. Die Doppelbelastung als Mutter eines kleinen Jungen und Firmeninhaberin konnte sie nur mit Hilfe ihrer Mitarbeiter bewältigen. Alle packten engagiert mit an, so dass Hans-Hermann Kleinesdar direkt nach seiner Lehre in die Firma einsteigen konnte. Seine Grundkenntnisse der Elektrotechnik erweiterte er in den laufenden Jahren durch Fortbildung, so dass die technische Entwicklung der Heizungen stets weiter ging. Obwohl sein Interesse in erster Linie der Technik galt, erkannte Hans-Hermann Kleinesdar Mitte der 60er Jahre, dass sich das Produktspektrum auf Dauer weiterentwickeln musste. Der Niedergang des deutschen Textilgewerbes wurde von ihm frühzeitig erkannt. Bei seiner Suche nach neuen Geschäftsfeldern führte Hans-Hermann Kleinesdar die Produktion von Rohrheizkörper ein. Vorangegangen waren intensive Marktbeobachtungen und Gespräche mit einem Maschinen-hersteller aus Schweden, mit dessen Hilfe die neue Produktionslinie aufgebaut wurde. Da die technischen Grundlagen dem bisherigen Geschäftsfeld sehr ähnlich waren, gelang es schnell, die Rohrheizkörper in die Produktion vollständig zu integrieren. Im Laufe der Zeit lösten die Rohrheizkörper die Bügeleisen und Getreidetrockner vollständig ab. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem erfolgreichen Hersteller von kundenorientierten Lösungen im Bereich der Elektrowärme. Nach dem Tod von Hans-Hermann Kleinesdar im Jahr 1999 wurde die Firma kurzzeitig von seiner Frau Helga Kleinesdar weitergeführt. Sie erkannte schnell die Notwendigkeit der betrieblichen Umstrukturierung zu einer GmbH. Zusammen mit ihrem Sohn Thomas Kleinesdar führt sie seitdem die Firma. Im Jahr 2008 wurde durch Herrn Rainer Bischof das Vertriebsbüro Lindlar gegründet. Ulrike Gaskamp, Tochter von Helga und Hans-Hermann Kleinesdar, hat unterdessen die Produktionsleitung im Bielefelder Werk übernommen. Zum 01. Januar 2010 wurden die neuen Räumlichkeiten in Bad Salzuflen bezogen.

Pharmazie


IOD-Tinktur (1)

um 1940 

 

  Der französische Chemiker Bernard Courtois (1777-1838) entdeckte das Element IOD im Jahre 1811 bei der Herstellung einer Lauge, die er aus der Asche von Seetang (Laminaria) gewann. Versetzte er die Lauge mit Schwefelsäure, stiegen beim Erwärmen violette (Iod)-Dämpfe auf, die an gekühlten Wänden zu grauschwarz glänzenden Kristallen sublimierten. Sir H. Davy und Joseph Louis Gay-Lussac erkannten etwas später den Elementcharakter des Iods. Sie gaben dem Element seinen Namen nach dem griechischen Wort ioeidés ("violett", "veilchenartig"). Das chemische Symbol I schlug J.J. Berzelius im Jahre 1814 vor.

 

  IOD wird in der Medizin als antiseptisches und zugleich blutstillendes Mittel verwendet (Iodtinktur). Iodtinktur ist ein verschreibungspflichtiges Desinfektions- mittel für Wunden. Es wird vermutet, dass die desinfizierende Wirkung auf die Abspaltung von Sauerstoff aus Wasser beruht. Dieser Sauerstoff ist kurz nach seiner Freisetzung besonders reaktions- fähig (in statu nascendi).

 

  Früher wurde Iodtinktur (eine 5 – 10 %–ige Lösung von Iod in Ethanol) zur Desinfektion von Wunden verwendet. Die Tinktur löst ein starkes Brennens aus und ist deshalb denen, die damit in Berührung kamen, oftmals nicht in guter Erinnerung. Heute benutzt man dafür organische Iodkomplexe.

 

 

Exponat

Vorgestellt werden zwei Fläschen, das linke mit einem Stöpsel aus Glas, das zweite mit einer Pipette, die in einem Gummistöpsel steckt. Iodtinktur reagiert mit Sonnenlicht, die Flüssigkeit wird daher obligat in braunen Fläschchen aufbewahrt. 

 

 

Pharmazie


Iod-Tinktur (2)

P1000125
 

 

      Nützliche Dienste kann die Iodtinktur beim Campieren bei der Aufbereitung von dubiösem Wasser leisten: gebe 6 Tropfen (0.3 ml) 2%ige Iodtinktur auf 1 Liter klares Wasser und trinke nach 30 Minuten. Ist das Wasser trübe, gebe 10 Tropfen hinzu und warte mehrere Stunden bevor du trinkst.

 

     In Frankreich ist die "teinture d'iode" ein beliebtes Mittel gegen Halsschmerzen: man mische einige Tropfen Iodtinktur unter lauwarme Milch und trinke (auf eigene Gefahr) ...

 

 

Exponat

"JOD-Tinktur 5% äusserlich St. Anna-Apotheke, Guido Oellacher. Inh. Dr. Guido WEBER, Innsbruck".

8.7 cm hoher Holz-Transportbehälter mit Originalfläschchen, erstanden 3/2017 auf dem Trödelmarkt in Völs.

 

Der Apotheker Joseph OELLACHER (1804-1880) führte ab 1830 die Innsbrucker Apotheke "Zur heiligen Anna". Bekannt ist er wegen eines Gutachtens zum "Akustischen Öle" des Franzosen Maurice MÈNE, das man Schwerhörigen in den äusseren Gehörgang eingab. In Lans errichtere er das erste Landhaus des Ortes. Die Denkmalanlage "Ansitz Oellacher" im Kralbergweg 31, liegt in freier Lage auf einem Hügelrücken nördlich des Dorfes. Die von einer Natursteinmauer eingefriedete Anlage besteht aus dem Landhaus Oellacher samt Hauskapelle und einem 1884 datierten marmornen Erinnerungsbrunnen. Im Franziszeischen Katasterplan von 1856, Nr.122, Blatt 4, ist das in der Form eines Cellokastens angelegte Grundstück der Villa bereits erkennbar. Diese Grundstücksform wurde 1847 vom Bauherrn, der ein begeisterter Cellist war, bewusst gewählt. Durch die freie Hügellage ist der Ansitz weithin sichtbar und somit heute noch prägend für die Gemeinde Lans. Mit Ausnahme der englischen Parkanlage, die auf dem Franziszeischen Katasterplan von 1856 noch ersichtlich ist, hat sich das Erscheinungsbild des Ansitzes bis heute nicht verändert.

Von ihm stammen 2 Söhne:

- Joseph jun. (1842-1892) studierte Naturwissenschaften und Chemie, wechselte dann zur Medizin und war ab 1873 Professor für Histologie an der wiedererrichteten medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck.

- Guido (1855-1922) heiratete Anna Strele (1863-1932), mit der er 2 Kinder hatte:

- eine Tochter Paula (1891-1968) heiratete 1913 den in Tarvis geborenen Apotheker Guido Weber von Webenau-Meyer (1887-), der die Apotheke nach seinem Ableben 1922 weiterführte. Unsere Tinktur ist also aus dieser Zeit nach 1922 ...

- ein Sohn Hermann (1894-1915) 

Pharmazie


Kalomel und DOWER

 

Gläser mit Korken und Zinnhut, ausgehendes 19. Jahrhundert
Flacons avec capuchon en métal.

 

 

     Ende des 19. Jahrhunderts wichen die Töpfe aus Steingut und aus Porzellan - Gläser machten sich nun in den Regalen der Apotheken breit.

 

    Trotz ähnlichem Gewandt kann man sich kaum 2 unterschiedlichere Medikamente vorstellen:
- das 1608 von dem französischen Arzt und Chemiker Jean BEGUIN (1550–1620) angegebene mineralische Kalomel, chemisch Hg2Cl2, und
- das 1732 von dem englischen Arzt und Piraten Thomas DOVER (1660-1742) angegebene und nach ihm benannte pflanzliche Pulver.

 

1. Kalomel als quecksilberhaltiges Mittel, das im 17. Jahhundert von dem Genfer Arzt Théodor Turquet de MAYERNE (1573-1655) das Mittel in die europäische Pharmakopoe eingeführt wurde. Im 18. Jh. gehörte es in jede Arzttasche! Es war geeignet zur Behandlung von Syphilis, aber auch anderen fiebrigen Krankheiten (Scharlach, Gelbfieber), bei denen ein starkes Abführmittel gewünscht war. Auch wenn vielen Patienten Haare und Zähne ausfielen, so war es in den Zeiten der "Heroischen Medizin" das Standardbrech- und Abführmittel. Erstaunlich sein Gebrauch zum Einleiten einer Geburt! Da es während der Zahnung der Kinder verordnet wurde und es zu massiven Überdosierungen kam, wird Kalomel mitverantwortlich gemacht für die hohe Kindersterblichkeit im 18. und frühen 19.Jh. Bis in die 1990er-Jahre finden wir Kalomel als Spermizid in chemischen Verhütungsmitteln.


2. Kurios ist, dass ausgerechnet DOVER von seinen Zeitgenossen "Doctor Quicksilver" genannt wurde, obwohl in dem nach ihm benannten DOVER'schen Pulver kein Quecksilber enthalten war! Sein Präparat - eine geschickte Mischung von Opium und Ipecacuanha - wurde ursprünglich gegen Gicht verschrieben, entwickelte sich aber bald zu einem weit verbreiteten Expectorans, Fieber- und Schmerzmittel – bis ihm der Rang vom Aspirin abgelaufen wurde. Die Brechwurzel wurde bereits im 16. Jahrhundert in Europa beschrieben, konnte sich jedoch vor allem wegen vielfältiger Beschaffungsprobleme nur langsam durchsetzen, zumal man erst im 18. Jahrhundert lernte, die Pflanze zu kultivieren. Unter der Bezeichnung Ipecacuanha wurden alle möglichen mehr oder weniger emetisch wirkenden Drogen gehandelt, was selbst Carl von Linné verwirrte, der drei verschiedene »Brechwurzeln« benannte. Trotz seines hohen Gehaltes an Opium kamen kaum Unfälle damit vor (sogar an Kinder wurde es verabreicht), da in zu hoher Dosierung das Ipecacuanhua – welche Pflanze auch immer damit gemeint war - seine Funktion als Brechmittel voll entfaltete, sich der Patient wortwörtlich "gesundkotzte".


Zur Person DOVER's.
Thomas DOVER kam 1660 in der Grafschaft Warwickshire /Cotswold als 8. Kind eines Reitersoldaten zur Welt. Medizinstudium in Oxford und Amsterdam, wo er ein Praktikum bei dem berühmten SYDENHAM absolvierte. 1695 in Bristol niedergelassen. Als Riesenprofite im Sklavenhandel winkten, heuerte er als Schiffsarzt ein, später war er Kapitän – als reicher Mann investierte er sein Geld im Unternehmen des Piraten William Dampier. Ihre Beutefahrten führten beide in den Südpazifik, wo sie auf einer der Juan-Fernández-Inseln vor der chilenischen Küste Alexander Selkirk aufgabelten, einen schottischen Seemann, den man nach einer Meuterung auf der kleinen Insel ausgesetzt hatte. Diese Rettung wurde Vorlage für den 1719 erschienenen Roman von Daniel Defoe "Robinson Crusoe".
Die "Südsee-Kompanie", in die DOVER sein ganzes Geld investiert hatte, machte 1720 bankrott, alles Geld war futsch, DOVER sah sich genötigt, zu seinen alten Tagen wieder Arzt zu spielen. Er etablierte sich in Gloucestershire, dann in Bristol, schliesslich in London, wo er ein angesehener Kollege wurde. Er starb 1742 im biblischen Alter von 80 Jahren, begraben wurde er in der Kirche von Stanway, in der Nähe von Winchcombe in der Region Cotswold.

 

Exponat

Zwei 16,5 cm hohe Glasbehälter mit Zinnhütchen, erstanden bei einem professionellen Händler auf einem Strassenmarkt in Gap im August 2012.

Pharmazie


Aether, Transportflasche

Klarsichtgefäss, um 1950 

Alkoholhaltige Getränke kennt die Menschheit seit ewigen Zeiten. Hefezellen aber können bei der gewöhnlichen Gärung höchstens 15%igen Alkohol erzeugen. Will man einen höherprozentigen Alkohol herstellen, so muss man die Flüssigkeit über Feuer verdampfen und die zuerst entweichenden, alkoholreichen Dämpfe in einem Kühlapparat wieder verflüssigen. Weil man zu diesem "Distillieren" oder "Brennen" ein Feuer braucht, bezeichnet man die so erhaltenen, sehr alkoholreichen Getränke als Branntwein.

In Europa kam die Branntweinbereitung um das Jahr 1100 n.Chr. auf, den Alkohol (fast) völlig rein darzustellen gelang erst den Alchimisten des Mittelalters. Als Erfinder gelten der Baleare Raymond LULLE (1235-1315) und sein Lehrmeister, der Katalane Arnauld de VILLANOVA(1240-1311); beide waren sie Ärzte und Alchimisten, und arbeiteten beide in Montpellier, beide standen sie stark unter arabischem Einfluss.

Das Wort Alkohol stammt folgerichtig aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie "sehr subtil". Es bezeichnete zunächst alle möglichen volatilen Substanzen - erst seit BOERHAAVE bezeichnet es exklusiv den Äthylalkohol bzw. den Weingeist (frz. esprit de vin).

Da Alkohol lichteständig ist, reicht Klarglas zur Konservierung.

Pharmazie


Klarsichtgefäss (2)

Klarglasgefäss, um 1950 

Unter "Franzbranntwein" bezeichnet man in Frankreich, Spanien und Portugal den (durch Distillation) aus Wein gewonnenen Spiritus.

Die im Handel angebotene Ware zeigt 52-86°.

Das Besondere am Franzbranntwein sind die in ihm gelösten Aromastoffe. Sein Geschmack rührt von den flüchtigen Bestandteilen des Weines her resp. seinen Umsetzungsprodukten, die sich bei der Distillation bilden. Der beste Franzbranntwein ist ... der Cognac.


Franzbranntwein dient als Getränk, geringere Sorten auch zu

Pharmazie


Lebertran

 

"Oleum Jecor[is] Asell[i]", (engl. codliver oil.; dtsch Lebertran; frz. huile de foie de morue) ist seit dem 19. Jahrhundert als Heilmittel bekannt - der Schrecken der Kinder !
Lebertran ist das aus den Lebern von Kabeljau, Dorsch und Schellfisch geschmolzene oder ausgepresste fette Öl. Der Lebertran wird vorwiegend aus Dorsch- (Kabeljau), Heilbutt-, Haifisch- und Thunfischlebern an Bord der Fischdampfer gewonnen, wo die Lebern sogleich mit Dampf ausgeschmolzen werden. Der so gewonnene Rohtran wird dann in Landanlagen in Separatoren von Wasser, Schmutz und Schleimstoffen befreit.
Durch diese Bearbeitung wird Lebertran wirdschliesslich ein trocknendes Öl und soll zu medizinischen Zwecken hell und klar sein und nur schwachen Fischgeruch haben. Lebertran ist in sorgfältig gereinigten, trockenen, bis unter den Stopfen gefüllten, gut verschlossenen Gefäßen kühl und vor Licht geschützt (warum ist die hier vorgestellte Flasche glasklar??) aufzubewahren. Frischer Lebertran darf nicht zu älteren Lebertranresten gefüllt werden.

Rachitisprophylaxe Auf dem Gebiet der Ernährungswissenschaften entschied sich der britische Arzt Sir Edward Mellanby, der nach einem Ernährungsmangel als der Ursache von Rachitis suchte, 1918 dazu, Hafergrütze, das Hauptgericht der Schotten, durch das ausschließliche Verfüttern von Hafer an Hunde zu prüfen. Die Tiere wurden während des gesamten Experimentes im Haus gehalten, was Rachitis auslöste. Da die Gabe von Lebertran die Hunde heilte, ging Mellanby davon aus, daß das vor kurzem in Lebertran identifizierte Vitamin A das gesuchte Heilmittel war. Seine Arbeiten wurden von McCollum an der John Hopkins Universität in Baltimore weitergeführt - ihm gelang schliesslich der Nachweis des Vitamin-D und seine entscheidende Rolle bei der Rachitis.

Der Arzt schätzt den hohen Gehalt des Öles an Vit. A, D, Jod und Phosphor. Nach dem 2. Weltkrieg lieferte die UNICEF das damals noch sehr ekelhaft schmeckende Stärkungsmittel an geschwächte Kinder in Deutschland, Frankreich, Luxemburg etc. Der Lebertran kam in riesigen Metallbehältern aus Norwegen, Kanada und Neuseeland, die damals die größten Hersteller von Lebertran waren. Noch Jahrzehnte später hatte das Wundermittel seinen festen Platz in jeder Hausapotheke.
Für die Verwendung von Lebertran als Stärkungsmittel befinden sich heutzutage zahlreiche wohlschmeckende Zubereitungen, z. B. Emulsionen mit Eiern und Fruchtsäften, im Handel. Der Lebertrangehalt der Emulsionen soll mindestens 40 % betragen.

Lebertran wird auch äußerlich zur Wundheilung usw. in Form von Lebertransalben verwendet, geringere Sorten werden in der Sämischledergerberei, zu Schmierseifen und Schuhfetten gebraucht.

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Klarsichtgefässe mit Kragen-Etikett

Innsbruck 2014
 

"Mastix. Synonyme: mastiche, mastichis resina; Mastix Eigenthümlichkeiten, Wirkung, Verwendung: der aus flachen Einschnitten aus pistacial entiscus, einer in Nordafrika, Südeuropa und den griechischen Inseln (Chios) einheimischen Terebinthacee, hervorquellende und in mehreren Sorten (mastiche electa seu in granis und mastiche in sortis) im Handel vorkommende Harzsaft; enthält Spuren eines ätherischen Oeles, das im wasserhaltigen Weingeiste lösliche, sauer reagirende Alphaharz und das nur im absoluten Alkohole, Aether und Terpentinöle sich lösende Betaharz oder Masticin; früher in weingeistiger Lösung gegen Katarrhe der Harn- und Geschlechtsorgane benutzt, jetzt nur noch zu Räucherungen, Zusatz zu Zahnkitten Zahntinkturen, Zahntropfen und als Kaumittel bei Athemgeruch" (Oskar Thamhayn, Arzneimittel für Zahnärzte, 2013 S. 210-292).

 

"Unter Zahnkitten verstehen wir Stoffe, die zum Ausfüllen hohler Zähne vom Publikum selbst benutzt werden. Es dienen hierzu entweder Mischungen aus Wachs und Harzen, gereinigte Guttapercha oder sehr konzentrirte Mastixlösungen, die mit Watte in den betreffenden kranken Zahn gesteckt wird. Zahnplomben, wie sie von den Zahnärzten benutzt werden, sind entweder Amalgame von Gold, Silber oder Kupfer oder sog. Cementplomben, hergestellt durch Vermischung ganz konzentrirter Chlorzinklösung mit Zinkoxyd, dem meist etwas feines Glaspulver zugesetzt ist; sie erhärten sehr rasch und werden ausserordentlich hart" (eLexikon, Drogisten-Praxis, Band 25, Seite 781).

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Perubalsam (Balsamum peruvianum) ist ein dunkelbrauner, flüssiger Balsam von vanilleartigem Geruch und kratzendem, schwach bitterem Geschmack, der durch Anräuchern der von Rinde befreiten 10-jährigen Balsambäume (Myroxylon balsamum var. pereirae) nach Beendigung der Regenzeit gewonnen wird. Perubalsam findet sich NICHT fertig vorgebildet im Holz der Bäume, sondern er stellt ein pathologisches Produkt dar. Er findet u.a. Verwendung in der Medizin als Wundheilmittel, wobei die Therapie wegen der Gefahr der Allergisierung nicht länger als 1 Woche andauern soll. Der Name "Peru"-Balsam stammt von ganz früher, als Mittelamerika (zur Zeit der Eroberung Mittel- und Südamerikas durch die Spanier) insgesamt mit dem Namen Peru bezeichnet wurde. Der heutzutage im Handel anzutreffende Perubalsam stammt vielfach aus El Salvador.

Im 19. Jahrhundert wurde die Schokolade gelegentlich mit Perubalsam "gestreckt":

"Berlin. 17. August. Die häufig in letzter Zeit festgestellten Fälschungen der Lebensmittel haben in hohem Grade die Aufmerksamkeit der Regierung erregt. […] Zur Chocoladenbereitung verwendet man mitunter anstatt der theuren Cacaobohnen als Zusatz Perubalsam oder Storax, anstatt des Zuckers Melassesyrup oder Stärke. Zur Vermehrung der Masse führt man derselben Mehl von Getreide, Hülsenfrüchten, Castanien, gepulverte Cacaoschaalen, Gummigips, Kreide hinzu. Anstatt der Cacaobutter, welche man aus der Masse entfernt, wird Schmalz, Fett und Pflanzenöl genommen" (Luxemburger Wort vom 21.8.1877).

 ***

Die 11.5 cm hohen Fläschchen wurden am 25.10.2014 auf dem Flohmarkt am "Alten Hafen" in Innsbruck erstanden. Man beachte die eher seltene Beschriftung in Form einer Halskrause (frz. collerette).

Pharmacie


Korkpresse

Korkpresse
 

 

     Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts werden Flaschen mit einem Korken verschlossen – zuvor waren mit Hanf umwickelte Holzverschlüsse üblich, die weder wasser-, noch luftdicht abschlossen.

 

       Lange Jahre "kauten" die Apotheker ihre Korken, um sie besser in die Flaschen eindrehen zu können. Irgendwann haben Kunden dies wohl mitgekriegt und sich über diese anstössige Praxis beklagt. So wurden um 1830 hygienische, mechanische Korkpressen erfunden. Oft hatten die Geräte die Form eines Tieres (Salamander, Hund, Kamäleon), meist hatten sie die Form eines Krokodils, weswegen die Korkpresse oft schlicht "Krokodil" genannt wurde,. Korke müssen so beschaffen sein, daß sie luft- und wasserdicht schließen. Dies erreicht man dadurch, daß man zunächst nur Korke ohne natürliche Fehler, harte morsche Stellen oder Löcher, verwendet und sie vor Gebrauch weich drückt. Dieses Weichdrücken muß allmählich und der genzen Länge der Korken nach geschehen, da andernfalls der Kork zerspringt. Man bedient sich dazu der Korkpressen. Diese sind also mehr als nur "Zusammenquetscher" – sie walgen den Kork durch und machen ihn geschmeidig, damit er beim zweiten Akt, dem Verkorken, nicht zerplatzt. "Dem Anstande zuwider ist es, den Pfropfen durch Pressen zwischen den Zähnen dazu weich und geschickt zu machen, sondern man klopft ihn mittelst eines Gewichtes oder Pistills weich, noch praktischer und bequemer ist es aber sich hierzu des Korkdrückers oder der Korkzange zu bedienen"(Hermann Hager, Technik der pharmaceutischen Receptur, Lissa 1862). Beim eigentlichen Verkorken einer Flasche preßt man den Korken vorher mit den Fingern oder mit einer Korkzange oder einer Korkpresse.

 

Exponat

Korkpresse, Amerika, 19. Jahrhundert. geschmiedetes Eisen, auf Brett montiert. Die perfekt funktionierende Konstruktion rollt durch Betätigen des Hebels den Korken in den schmaler werdenden Spalt unter dem Rad. Der Korken wird dadurch zusammen-gedrückt, die fein gezahnten Oberflächen von Rad und Schale verhinderten ein Herausrutschen des Korkens.

 

War ein Korken von schlechter Qualität oder war er unsachgemäß eingesetzt worden, so war das sich in der Flasche befindliche Produkt früher oder später "verkorkst", d.h. unbrauchbar.

Pharmazie


Kreuzstopfen (1)

Krezstopsel mix
 

Die recht auffällig geformten Glasstopfen könnten um 1932 in einer Innsbrucker Apotheke angeschafft worden sein. Der Vorteil dieser Stopfen: eine Schnur konnte um den Hals des Glases geschlungen und zum "Apothekerknoten" verknotet werden.

 

 

Alle Gläser enthalten "Separanda" - wie die roten Etiketts bezeugen, Mittel, die getrennt  von den andern Arzneimitteln und vorsichtig aufzubewahren waren. WAREN, weil diese Bestimmung über die besondere Etikettierung seit Inkrafttreten der Neuregelung der Lagerung von Gefahrenstoffen im Jahr 2012 nicht mehr in Kraft ist.

 

 

Offensichtlich haben wir es mit verschieden alten Gläsern zu tun:

- den älteren (um 1900/10?) mit geschwungenem Etikett (Airol, Protargol).

- den jüngeren (um 1920/30?) mit viereckigem Etikett mit "gestutzten Ecken".

 

 

- Airol war ein 1896 vom schweizerischen Pharmaunternehmen Roche eingeführtes Wundantiseptikum (Wundpulver) aus Bismut-oxid-iodid. "Ein erstes erfolgreiches Produkt lancierten zwei Mitarbeiter mit einem aus Wismuth und Jod kombinierten Wundpulver, das der junge Fabrikant unter dem Namen «Airol» patentieren liess. Sofort bemühte sich Hoffmann darum, ein Netz von Agenturen aufzubauen, um mit «Airol» auch im Ausland Fuss zu fassen. Innert Kürze fand er Partner in Wien, Paris, Mailand, London und Boston und entschied sich im Sommer 1896, im deutschen Grenzach eine eigene kleine Fabrik zu bauen". Hier stellten 7 Mitarbeiter Airol her, das allerdings nur zu einem mäßigen Verkaufserfolg wurde: beim Kontakt mit der Wunde verfärbt sich das grüne Wundpulver allmählich rot und verschreckte Arzt und Patient ...

- Antipyrin 2/6. In Erlangen gelangen 1884 die Synthese und die klinische Erprobung von Phenazon, dem ersten synthetischen Schmerz- und Fiebermittel. Unter dem Namen Antipyrin machte das von der späteren Hoechst AG vermarktete Medikament Weltkarriere.

- Ol. croton.Tiglii. Öl aus dem Samen von Croton tiglii, dem Crotonölbaum, einem in Südostasien heimischen Busch/Baum aus der Gattung Croton.

- Pilocarpin. hydrochl. Pilocarpin wurde 1875 beinahe gleichzeitig von E. Hardy in Frankreich und A. W. Gerrard in London entdeckt bzw. isoliert. Es wird vor allem in der Augenheilkunde bei einer Erhöhung des Augeninnendruckes („Grüner Star“) angewendet. Es wirkt einerseits direkt erregend auf den Musculus sphincter pupillae und löst somit eine Verkleinerung (Miosis) der Pupille aus. Andererseits wird der Abfluss des Kammerwassers durch Erweiterung der Abflusswege erleichtert, wodurch der Augeninnendruck sinkt. Pilocarpin wird dabei direkt am Auge angewendet, wodurch seine Wirkung lokal auf dieses begrenzt bleibt.

- Protargol. Proteinat Silber wirkt entzündungshemmend, adstringierend. Lit.: Stähler F., Ueber Protargol- und Hefebehandlung der weiblichen Gonorrhoe, in: Monatsschrift für Geburtshilfe und Gynäkologie 1903;18:91–94.

- Theobrom.pur. Bestandteil von Herzmitteln. Gegen Koronare Insuffizienz.

 

Zur Datierung

Zwar war seit 1887 ein Arzt in Mühlau niedergelassen (Dr. Fr. PLANGGER, Innsbrucker Nachrichten, 19. Okt. 1887), ein Apotheker aber ließ lange auf sich warten: "Eine Apotheke in Mühlau. Der Landeshauptmann hat dem Mag. pharm. Johann HASLINGER die persönliche Konzession zum Betriebe einer neu zu errichtenden öffentlichen Apotheke in Mühlau erteilt" (I.N., 6. Juni 1932). HASLINGER richtete seine St.-Georgs-Apotheke Anton Rauchstr. 14 ein (Innsbrucker Nachrichten, 3. Sept. 1932). Momentan befindet sich die Apotheke am Mühlauer Platzl, Anton-Rauch-Straße 6.

- Vermutlich stammen die Gläser aus dieser Ersteinrichtung von 1932 und wurden bei der Übernahme durch Mag. pharm Klaus Falkensteiner 2016 bzw. vor der Renovierung des Hauses 2015/16 aussortiert. Expandierung: "Eine Saisonapotheke in Seefeld. Die Landeshauptmannschaft für Tirol hat dem Apotheker Haslinger in Mühlau die Konzession für eine Saisonapotheke in Seefeld verliehen. Die Apotheke wird mit heutigem Tags dem öffentlichen Verkehr übergeben" (Innsbrucker Nachrichten, 15. Dez. 1937). Nach Meinung des Verkäufers stammen die Gläser aus dieser Ersteinrichtung von 1932 und wurden bei der Übernahme durch Mag. pharm Klaus Falkensteiner 2016 bzw. vor der Renovierung des Hauses 2015/16 aussortiert.

 

- Nach Meinung von Dr. Andreas WINKLER stammen sie eher aus der Apotheke "Zur Mariahilf" und gehörten einem Verwandten, mag. Pharm Joseph MALFATTI (Allg.Tir.Anz. 15. Jan. 1938). "Trauungen. Am 8. Jänner fand in der Propsteikapelle die Trauung des Herrn Dr. iur. Paul Mahr, Sohn des Baumeisters Franz Mahr, und dessen Gemahlin Marie Mahr, geb. von Falser mit Fräulein Berta Malfatti, Tochter des Mr. Josef Malfatti, Apotheker und Hauptmann i.R. und dessen Gemahlin Therese Malfatti, geb. Gräfin von Sarntheim (Anm.: 1867-1946), statt. Die Trauung vollzog Weihbischof Tr. Sigmund Waitz" (Allg.Tir.Anz, 12. Jan. 1920).

 

Apothekenmuseum Winkler https://www.tirol.gv.at/fileadmin/themen/kunst-kultur/museum/Museumsportal_Serviceteil/Serviceteil_DOKUMENTE/Archiv_Fachliteratur_AUFBEHALTEN/Archiv_MdM_2012.pdf

Die Apotheke wurde vor 2 Jahren verlegt  > Mag. pharm. Nabil SARWAT, Apotheke "Zur Mariahilf": Innstraße 5

 

 

Exponate

6 Apothekergläser mit eingeschliffenem, beschriftetem, kreuzförmigem Glasstöpsel. Rote Farbe heißt: dies ist ein Mittel der Kathegorie "Separanda", die besonders sicher aufzubewahren war.

Herkunft: Apotheke "Zur Mariahilf" / Innsbruck-St.Nikolaus, erworben auf dem Flohmarkt "Hafen" / Innsbruck 11/2018.

Pharmazie


Kreuzstopfen (2)

Kreuzstopfen 4
 

Braunglas-Behälter mit signierten Kreuzstopfen. Etikett emailliert, Text rot auf weißem Hintergrund eingebrannt. Drei Stopfen mit Maximaldosenangabe.

In der wundervollen Sammlung Peer (Pharmaziemuseum Brixen) sind diese Gläser mehrfach vertreten, mit der vagen Altersangabe (1900-1949).

https://www.provinz.bz.it/katalog-kulturgueter/de/suche.asp?kks_priref=80001152

Nota: die Brixener Apotheke von Ignaz PEER machte schon 1883 von sich reden  (Aus der Pharmaceutischen Ausstellung, Die Presse, 12. Aug. 1883).

 

 

Inhalt der Gläser

- Aqua amygdal.amar. Bittermandelwasser ist in Wasser und Weingeist gelöstes Mandelsäurenitril (früher aus Bittermandeln destilliert); es wird für hustenstillende Arzneien verwendet.

 

- Chloral hydrat. Chloralhydrat war das erste synthetisch hergestellte Schlafmittel. Es entsteht bei der Reaktion von Chloral mit Wasser und gehört daher zur Stoffgruppe der Aldehydhydrate.- Hydrarg.tannic. Hydrargyrum tannicum oxydulatum wurde von Sigmund LUSTGARTEN (1857-1911) gegen Lues empfohlen. In Pulvern zu 0,05-0,1 dreimal täglich (etwa eine Halbe Stunde nach den Mahlzeiten) zu nehmen (S. Rabow und L. Bourget, Handbuch der Arzneimittellehre, Berlin 1897). Auch das Pharmaziemuseum Brixen besitzt ein "Rundes, braunes Pulverglas mit signiertem Kreuzstopfen. Verdickter, abgeflachter Mündungsrand. Achteckiges, eingebranntes Emailleschild mit einfachem roten Rand und roter Schrift auf weißem Grund. Signiert".

 

- Ol. sinapis. Senföl gilt in seinen Herkunftsländern seit jeher als vielseitig anwendbar. In der indischen Heilkunst wird es u.a. für traditionelle Ayurveda-Massagen genutzt. Es soll Blutzirkulation und Muskelaufbau anregen und Haut und Haar beleben und dauerhaft schützen. Darüber hinaus gilt es als antibakteriell, z.B. im Falle von Harnblasen- und Atemwegsinfektionen.

 

- Santonin. Santoninsäureanhydrid ist der wirksame Bestandteil des sogenannten Wurmsamens, aus dem es fabrikmäßig dargestellt wird. 1830 war dessen wurmverteibende Wirkung gleichzeitig von den Apothekern KAHLER in Düsseldorf und Joachim August ALMS (1803–1847) in Mecklenburg entdeckt worden.

Pharmazie


Läusepulver

US-Army 1945 

Die Firma "McCormick, unsern Hausfrauen noch heute ein Begriff für Küchengewürze, stellte während des 2. Weltkrieges das "Insecticide Powder for body crawling insects", ein Insektenpulver, in seinem Werk in Baltimore, MD her.


DDT (Dichloro-diphenyl-trichloroethane) war erstmals 1874 von dem Österreicher Othmar ZEIDLER (gest. 1911), als Doktorand von Prof. Adolph v.BAYER (1835-1917) in den Labors von Geigy tätig, synthetisiert worden; der Student konnte den wirtschaftlichen Nutzen natürlich nicht erkennen. Erst 1939 wurde die insektizide Wirkung des DDT von dem Schweitzer Paul-Hermann MULLER (1899-1965), seit 1925 Diplomchemiker bei den Geigy-Werken in Basel, erkannt. 1940 meldete Geigy sein DDT in der Schweiz, 1941 im Deutschen Reich als Patent an, wo es unter der Bezeichnung "GESAROL" resp. "NEOCIDE" bei der Truppe zum Einsatz kam...
Als US-Soldaten 1942 im Süden Europas in die Kampfhandlungen verstrickt wurden, mehrten sich bei der Armee Fälle von Typhus nach Läusebefall. Das bislang übliche PYRETHRUM-Pulver musste wöchentlich appliziert werden - eine Illusion unter Kriegsbedingungen. Zudem war ausgerechnet Japan der Hauptlieferant von PYRETHRUM. Man musste also "umdisponieren". Die US-Army nahm daher Kontakt auf zum Schweitzer GEIGY-Unternehmen, wo alsbald tonnenweise DDT hergestellt wurde: Rekruten der US-Armee wurden ab 1942 zum Schutz vor Läusen mit DDT eingepudert und erhielten DDT-imprägnierte Hemden. In Neapel konnte 1943/44 durch den ersten Großeinsatz von DDT gegen Läuse eine Typhus-Epidemie eingedämmt werden - DDT kam nun ins Marschgepäck jedes alliierten Soldaten.

Ab 1940 erkannten die Wissenschaftler den Nutzen von DDT im Kampf gegen zahlreiche Plagen: im Agrarbereich, im Haushalt, im öffentlichen Gesundheitswesen. DDT wurde zum “ultimate killer”, zur "Atombombe" unter den Insektentötern. Mitte der 50er Jahre wurden erste Fälle von Umweltvergiftung publik - ein Massensterben von Vögeln etc. Ab 1972 wurde, sowohl in den USA als auch in Deutschland, das Ausbringen von DDT auf die Felder verboten, 1978 wurde die Produktion weltweit eingestellt - nur Indien produziert ungeniert weiter.

Vorgestellt wird eine nicht angebrochene Blechdose mit Insektenpulver, die 1944/45 von einem GI in Luxemburg zurückgelassen wurde. Kein Hinweis auf die chemische Struktur des hier abgefüllten Giftes (DDT).

Lit:
F. Czeike, Dr. Othmar Zeidler – Gremialvorsteher in einer Zeit des Umbruchs, in: Wiener Geschichtsblätter 59 (2004) 75-83.