Pharmazie


Werbung (06c)

Hemostyl

 

Pharmazie


Werbung (06d)

Hemostyl 

Neben Maggie SALZEDO (1890-1959), René VINCENT (1879-1936) und A.E. MARTY (1882-1974) arbeitete eine Reihe anderer Artisten für die Fa. ROUSSEL, so ein nicht idenfizierbarer Artist BEDON (??).

Pharmazie


Werbung (07)

Nestle 

 

Pharmazie


Werbung (08)

Rhodine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Bei den RHODINE-Tabletten handelt es sich um eines der vielen Präparate mit

Acidum Acetyl-Salycilicum ...

Da musste schon eine agressive Werbung her, um das Produkt an den Mann zu bringen!

Pharmazie


Werbung (09)

Septiline 

 

   Die "Grande pharmacie du Globe, Paris" verkaufte die Brausepulvertütchen des Aaron NARODETZKI "docteur en pharmacie", mit denen man Tafelwasser herstellen konnte. Das Lithiumoxyd, wie auch andere Lithiumsalze, werden eingesetzt gegen Gicht, da harnsaures Lithiumoxyd das löslichste aller Harnsäuresalze ist und Lithiumsalze daher geeignet erscheinen, die gichtischen Ablagerungen von harnsaurem Natron zu lösen. Lithiumsalze dienen auch gegen Krupp, Diphtheritis, gelbes Fieber, zur Bereitung von Mineralwässern und .... zu Nachtsignalen. Lithium wurde 1817 von Arfvedson entdeckt und das Metall zuerst von Davy dargestellt.

 

Lit.
A. NARODETZKI, Traitement Des Maladies Chroniques Par La Médecine Végétale, ohne Erscheinungsdatum.
A. NARODETZKI, La Médecine Végétale Illustrée. Maladies, Régimes, Traitements. 920 Pages Illustré de 696 Gravures d'anatomie et de dessins de plantes. 47ème Éd., 1910.

 


1948 wurde die Wirkung des Lithium auf die Psyche entdeckt. Lithium wird seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zur Stimmungsstabilisierung bei Manie-Patienten eingesetzt. Lithiumsalze [Lithiumcarbonat (Li2CO3), Lithiumsulfat (Li2SO4), Lithiumcitrat (Li3C6H5O7)] machen nicht abhängig und sind, wenn sie richtig dosiert werden, gut verträglich. Um die richtige Dosis zu finden, ist es erforderlich, regelmäßig die Lithiumkonzentration im Blut zu kontrollieren.

Pharmazie


Werbung (10b)

 

1928 gab es für die kleinen Mädchen und die eitlen Damen der Stadt in der Droguerie MULLER in Luxemburg, 56 Grossgasse Taschenspiegel als Neujahrespräsente ...

Nicolas MULLER war am 5.6.1883 in Fischbach geboren als Sohn eines Lehrers. Am 28.10.1905 wurde er als Apotheker zugelassen und eröffnete im Juli 1913 die Droguerie Muller "Medizinal- & Sanitäts-Geschäft" in Luxemburg, 13 Grossgasse. 1928 befand sich sein Laden in Haus 56 der Grossgasse. Er starb infolge eines Verkehrsunfalles am 15.9.1960.

Die noch heute gängigen Taschenspiegel erinnern mich an die glorreichen Kolonialzeiten, als die Europäer sich bei ihren afrikanischen Freunden mit billigen Glasperlen und Spiegeln einschleimten ...

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Werbung (11a) für BUFF

buff
 

 

     Gemäss offizieller Lesart kommt das Rezept für den Maagbitter direkt aus der Feder von Prof. Hermann BOERHAAVE (1668-1738). Ausbleibende Erfolge in der Vermarktung veranlassten den Professor, sein Rezept an die holländische Familie "Buff" zu verkaufen. Ein Nachfahre dieser Familie, Friedrich-Wilhelm-Ludwig Buff, stand im Dienst des Luxemburgischen Bundes-Kontingents - 1847 im Rang eines Oberleutnants, Naturalisation am 21.7.1848 (Memorial 56/1848). 1851/1862/64 Hauptmann in der Garnisonsstadt Ettelbrück, 1867 im gleichen Rang in Echternach, mit einer Beförderung:
"Durch Königl.-Großh. Beschluß vom 24. d.Mts. ist Hr. F.W.L. Buff, Hauptmann 2.Klasse im Luxemburgischen Jägercorps, zum Hauptmann 1. Classe befördert worden. Luxemburg dm 29. April 1867" (Memorial 24/1867) - obwohl dieses Jägercorps streng genommen erst im September 1867 (Memorial 26/1867) gegründet wurde ...

Als die Truppen aus Echternach abgezogen wurden, löste Buff seinen dortigen Haushalt auf. Einer Anzeige im Luxemburger Wort vom 9.5.1867 entnehmen wir, dass er sein Pferd zum Kauf anbot:
"Ein militärfrommes, gut zugerittenes Reitpferd (Schimmelstute), 12 Jahre alt, steht in Echternach verziehungshalber zu verkaufen. Kaufliebhaber wollen sich an den Hrn. Hauptmann Buff in Echternach wenden".
Buff zog vorübergehend nach Luxemburg und wohnte 1870 in der r. Monterey (Memorial 21/1870).
1876 lebte er wieder in Echternach, als Weinhändler und als Agent der "Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft" (Memorial 39/1876).

1876 begann er in Echternach damit, das Familienrezept in klingende Münze umzusetzen, indem er "Maag-Elixir van Doctor Boerhave" produzierte. Da der Name viel zu lang war, verpassten die Echternacher dem Getränk kurzerhand den griffigeren Namen "Buff".

"Boerhave's Magen-Elixir, einzig und allein fabricirt von Ludwig BUFF in Echternach, erfunden von dem altberühmten Holländischen Arzte Dr. BOERHAVE, empfohlen durch verschiedene berühmte Ärzte, wirkt stärkend, erwärmend und beruhigend auf Magen und Unterleib und dient als Präservativ gegen Cholera, Cholerine etc. In Diekirch zu haben bei HH. Müller, Schenkwirth; Theato-Henckes, Gastwirth; Reckinger, Gastwirth; Diederich-Ridel, Schenkwirth" (Volksfreund vom 31.12.1876).

Zwei Monate später wurden in einer andern Tageszeitung weitere Details bekanntgegeben:
"Verschiedenes. In Echternach, wo sich seit einigen Jahren recht schöne Industriezweige zu entwickeln beginnen, begrüssen wir auch jetzt einen bisher unserm Lande mangelnden, nämlich den vom Dr.med. Boerhave'schen Magenbitter, - allein fabrizirt von Ludwig BUFF, welcher von allen Bitterliebhabern und des Erfinders, wahrheitsvoller Devise:
"Drinl dit vogt met matigheid, Kracht geeft het U, tot in eeuwigheid; Houd de voeten warm daarby, Het hooft ok kond, vat betwehminy vry. Het achterpoortje open, - Laot d'Dokters raar den duivel lopen"
zum angelegentlichsten empfohlen werden darf. Dr.med. BOERHAVE, ein in den Niederlanden und am Niederrhein höchst angesehener und berühmter Arzt, setzte dieses Bitter zum Gebrauch in seiner vielseitigen Praxis, aus den der Gesundheit förderlichen Kräutern zusammen, und schrieb dieses Rezept in ein prachtvoll eingebundenes, mit Silberbeschlag verschlossenes Buch, welches nach den Bestimmungen seines Testaments, öffentlich versteigert, nur der öffnen durfte, welcher dasselbe zum höchsten Preise an sich gebracht. In grossen goldnen Buchstaben stand auf dem Deckel zu lesen "Dr.méd Boerhave'ns Geheimnisse". Nach dessen Tode durcheilte die Mähre dieses mysteriösen Nachlasses alle benachbarten Lande, Deutsche, Holländer, Belgier, Franzosen, Luxemburger eilten zum Kaufe hin. Einem goldlockigen Sohne Albions war das Glück beschieden, diesen Schatz um enorme Pfunde Sterlinge sein eigen nennen zu dürfen. Hastig öffnete er sein Heiligthum, fand, o Schrecken! auf der ersten Blattseite: "dieses Bitterrezept mit der Devise", - alle übrigen Blätter dieses theuren Buches - leer! Dennoch ward er dadurch ein Crösus!"
(Der Landwirth vom 4.2.1877).

Buff zug nach Trier (Memorial 17/1888) und überliess seine Fabrik einem würdigen Nachfolger - 1887 gelangte das Rezept des "Maagbitter Buff" in den Besitz der Spirituosenhändlers Paul OSSYRA. Dieser war 1845 in Breslau geboren und 1881 nach Echternach gekommen. Bekannt wurde sein Einsatz bei der Schaffung des Echternacher VerschönerungsVerein - 1906 liess er den Pavillon auf der Geyerslay auf eigene Kosten errichten, von 1920-35 war er Präsident des VV.

Am 14.3.1900 liess Ossyra das Etikett für seinen Buff patentieren (Memorial 1900, Annexe 01).

Der "Buff" kassierte mehrere Preise ein, sowohl hierzulande als auch im Ausland: 1878 ein Ehrendiplom in Paris, 1891 ein Ehrendiplom in Luxemburg. Goldene Medaillen 1890 in Köln, 1891 in Luxemburg, Spa und London, 1892 in Nizza! Noch am 18.8.1900 wurde Louis Buff in Luxemburg mit einer Bronzemedaille für sein Produkt geehrt (Memorial 48/1901).

OSSYRA teilte sich den Markt mit mehreren in- und ausländischen Produzenten von Maagbittern:
"Ludwig BUFF aus Echternach, SCHAULS aus Luxemburg, GALLES-FROMMES aus Weimerskirch und DAVID zu Luxemburg-Bahnhof haben es verstanden, magenstärkende Liqueurs herzustellen, die in Bezug auf Aroma und Hygiene ähnliche Erzeugnisse des Auslandes weit in den Schatten zu stellen" (Das Echo vom 2.8.1891).

1932 gelangte das Patent an die "Distillerie Nationale Pitz- Schweitzer". Dieser Familienbetrieb – angeleitet von Jacques Pitz – braut heute in der vierten Generation nach dem originalen Rezept von Boerhaave. "Die genaue Zusammensetzung ist ein streng gehütetes Geheimnis. Nur soviel darf verraten werden: für den "Buff" braucht man über 20 verschiedene, ausschließlich exotische Kräuter"

(Internet 2008)
"Préparé d'après la recette authentique du célèbre médecin et herboriste Armand BOERHAAVE (1668-1738) professeur à l'Université de Leyde (Pays-Bas), le Maagbitter BUFF est toujours le stomachique idéal, exquis d'arôme, délicieux de goût, fortifiant pour l'estomac, bienfaisant pour tout l'organisme et surprenant comme efficacité. Il favorise singulièrement la digestion, rétablit les fonctions digestives troublées, fortifie l'estomac, les organes de l'abdomen et les nerfs. Il est souverain dans les cas de perte d'appétit, d'indigestion, d'indisposition et de maux d'estomac. Un petit verre ou deux ont généralement très rapidement raison des coliques les plus violentes. Un calmant souverain contre les douleurs abdominales résultant des troubles mensuels des femmes" (Internet 2007).

Nota: Ab 1921 gab es in Echternach zwei Ossyra-Firmen:

  • die Paul Ossyra gehörende Fa. Ludwig Buff,
  • die von Henri Ossyra geleitete Gesellschaft "Fabrikation von Getränken". Heinrich Ossyra als allein persönlich verantwortlicher Gesellschafter, haftete unbeschränkt für die Verbindlichkeit dieser Gesellschaft, während Paul Ossyra, als einfacher Kommanditist, nur bis zum Belaufe der von ihm gemachten Einlage gehalten war. Die Leitung und Vertretung der Gesellschaft stand ausschließlich Herrn Heinrich Ossyra zu und dieser zeichnet allein rechtsgultig für die Gesellschaft; Die Geschäfte der Firma Ludwig Buff Nachfolger, deren Inhaber Herr Paul Ossyra ist, bleiben von der gegenwärtigen Geschäftsfirma unberührt und besteht diese Firma neben der Firma Henri Ossyra & C° unverändert fort. Beginn der Gesellschaft: 28. Dezember 1917 (Memorial 33/1921).

 

Pharmazie


Werbung (11b) für BUFF

 

   

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Im Iuli 1892 schickte der Spirituosenhändler Paul Ossyra seinen Mitarbeiter MILLANG los auf Kundenfang ... (siehe nebenstehende Karte). 1910 überliess er seiner Gattin die Leitung seines Geschäfts:

"Ludwig Buff, Nachfolger, Echternach. — Fabrik von Likören und Dr. Boerhaave'schen Präparaten. — Inhaber: Paul Ossyra, Echternach. — Generalbevollmächtigte: Frau Frieda Ossyra, geb. Siesmayer. — Du 23 mai 1910" (Memorial n°29 vom 28.5.1910).

1932 erwarb die "Distillerie Nationale PITZ-SCHWEITZER" aus Ettelbrück das Buff-Patent und änderte das Etikett im Herbst 1935 ab (Echternacher Anzeiger vom 20.11.1935) ...

Interessant ist ein Ossyra, der in Breslau wohnen blieb, und dort ... einen florierenden Getränkehandel betrieb:

"Eine Besonderheit gab es in der Friedrich-Wilhelm-Straße Nr. 17, "Zum Goldenen Helm". Eigentümer: Ossyra, G., Kaufmann, Turnierplatz 17, nahe des heutigen Novotel, Rennbahnstraße. Ossyra, Georg, eines der Breslauer Detailgeschäfte; diese Fabrik stellte als Spezialist einen sehr begehrten "Boonekamp" her, mit dem riesige Umsätze erzielt wurden. Die Firma betrieb neben ihrem Stammhaus in der Friedrich-Wilhelm-Straße 17 noch fünf Filialen, die durch die Qualität der ausgeschenkten Liköre und ihre Billigkeit besten Ruf genoß" (Schlesische Zeitung vom 23.5.2003).

Pharmazie


Werbung (12)

 

Vorgestellt werden zwei Plaquetten, die von der Fa. DESCHIENS an Ärzte verteilt wurden:

- Louis PASTEUR. Blei (406 g), 12 x 7.5 cm. gez. V.S. Canale. Frappé par A. Lelièvre Paris & Sens
- Claude BERNARD. Zinn, 12 x 7.5 cm gez. A[lfred] Borrel. Dieser Borrel (1836-1927) war ein angesehener Médailleur in Paris.

.... wie schön, wenn man im Glanz fremder Sonnen aufleuchten kann und dabei ganz, ganz gross aussieht!

Die Firma DESCHIENS produzierte um 1920 das Stärkungsmittel L'HEMOGLOBINE, das aus Rinderblut hergestellt wurde. Robert Deschiens (1895-1978), ein Sohn des Firmenchefs, wurde Arzt.

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Wurm-Mittel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 11. September 1908 bat eine Tochter ihren Vater, den Eisenbahnangestellten Nic. Junio, in der Apotheke Eich zu passieren:

"Lieber Papa, die Tante wünscht dass du in der Apoteke (Wirmkepercher) für Aline mitbringen sollst u. Zwetschenbranntwein 1 l. wenn sie dessen noch haben. Cécile kann bei Steffens schauen, ob die Strümpfe von M. Reuter fertig sind. Sie hätte sie gerne für den 15. Du könntest sie auch mitbringen. Also bis Samstag. Tausend Grüsse u. Küsse für alle von eurer Suzanne".

Nicolas Junio (*1863) hatte am 9.7.1891 in L.-Papierberg Anne Gehlen geheiratet, mit der er 4 im "Pabeierbierg" geborene Kinder hatte:

  • Berthe *um 1890
  • Anne-Cécile *28.5.1892
  • Henriette-Suzanne *24.5.1893
  • Victor-Robert (1899-1951) - der Bahnmeister wurde.

Offenbar lebten die Kinder 1908 bei einer Tante (in Ulflingen?, wo die Karte aufgegeben wurde). Nicolas J. war der Sohn von Pierre J. und Madeleine Marchand, die 10 Kinder hatten. Emile Neyens war Landwirt und betrieb 1908 eine Gastwirtschaft in Gonderange, das heutige Café de la Gare.

Im Luxemburger Wörterbuch kommt der Ausdruck "Wirmkepercher" nicht vor, ebensowenig in "Luxemburger Pflanzennamen" (Henri Klees, 1983). Wir glauben, dass es sich um eine Verballhornung von "Wiirmkraut" und "Knäppercher" als Kurz- und Diminutivform von "Gölle Knäpp" handelt, der gute Mann also Rainfarn kaufen sollte.

 

Rainfarn

(lat. Tanacetum vulgare, Chrysanthemum vulg.; dtsch. Drusendrud, Kraftkraut, Kraftkrud, Milchkraut, Pompelblume, Gemeiner Rainfarn, Dreifuss, Jesuswurz, Revierkraut, Matkraut, Muttergottesrute, Peerknöppe, Pressblume, Rainfeldblume, Regenfahn, Reinfaren Regenfarn, Reifen, Renfarn, Revierblume, Revierkraut, Rienfaren, Rinfert, Rainfart, Seefkesaat, Sauersaat, Weinfaren, Weinwermut, Wurmkraut, Deutsches Wurmkraut, Woßstickenkrut, Wurmsamen; lux. Boxeknäpp, Gëlle Knäpp, Haartknäpp, Kollisknäpp, Wirem-, Wuremkraut, Wuremsom). Blühphase im Hoch/Spätsommer; der Rainfarn fällt mit seinen dunkelgelben, knopfartigen Blüten auf. An Wegrändern ist er häufig die letzte Blütenzierde des Sommerhalbjahrs. Der Duft ist kräftig würzig, aber an ihm scheiden sich die Geister, manche Menschen riechen ihn gern, andere meiden den Geruch. Da manche Rainfarne giftig sind, wird er heutzutage kaum noch als Heilpflanze verwendet.
Es ist strittig, ob der Rainfarn eine einheimische Art ist oder ein Archaeophyt (in vorgeschichtlicher und historischer Zeit bis 1500 eingewandert und seitdem eingebürgert).

Rainfarn in der Medizin
Seit dem 8. Jahrhundert wird der Farn zu Heilzwecken genutzt

  • Früher war Rainfarn ein beliebtes Wurmmittel und wurde auch zur Stärkung der Verdauung eingesetzt: im 16. Jahrhundert führte man das Öl als Wurmmittel in den Arzneischatz ein: "Tanacetum vulgare L., Rainfarn. Sowohl das Kraut, als die Blumen desselben (Herba et Flores Tanaceti) sind ein beliebtes Volksmittel gegen Intestinalwürmer. Man nimmt von den pulverisierten, getrockneten gelben Blumen zwei- bis dreimal täglich einen halben bis einen Teelöffel voll mit Honig und Wasser ein, oder man gießt auf zwei Lot des Krauts vier Obertassen kochendes Wasser, lässt es am Feuer eine halbe Stunde infundieren und nimmt davon drei- bis viermal täglich einen Esslöffel voll" (zit.: Georg Friedrich MOST, Enzyklopädie der Volksmedizin, 1843).
  • Ein Infus der frischen Blätter und Blüten wurde bei Menstruationsverhaltung getrunken.
  • Als Breiumschlag oder mit fettem Oel vermischt wurde Rainfarn bei Quetschungen, Rheuma und Krampfadern angewandt.
  • Da Rainfarn die Wehen ankurbelt, wurde er als Abortivum eingesetzt, da er die Wehen anregt! Nebenbei führt er auch zu Fehlbildungen.

Rainfarn wurde für die Konservierung von Leichen verwendet und steht heute noch für Langlebigkeit und Unsterblichkeit.

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Zäpfchenpresse

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Zwei 11 resp 13cm hohe Pressen (Metallteil 6.0 resp. 8.5 cm) aus der 2005 aufgelassenen St. Michaels-Apotheke in Augsburg:
 
- li. eine Suppositorienpresse nach M. Kummer
 
- re. eine Vaginalkugelpresse
 

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Zäpfchen-Giessform (1)

 

Zäpfchen gibt es seit grauer Vorzeit. Schon die Aegypter kannten die kleinen Dinger, später die Griechen, die Römer. Im 19. Jahrhundert wurden Giessformen aus Metall entwickelt. Vorgestellt wird eine Form aus Zinn, aufklappbar, um das Zäpfchen zu entnehmen. Dazu diente ein Scharnier an der Basis.

Das in unserer Form hergestellte Zäpfchen ist auffallend breit. Es dürfte sich also um ein Vaginalzäpfchen resp. ein OVULUM handeln.

Fabrikant der Form war ein gew. E. FINOT, dessen Atelier in der Ile-de-France, in Asnières lag. Auf der Form die Inschrift: B(reve)té S.G.D.G. das heisst "sans garantie du gouvernement", eine Formel, die 1840 entstand und bis 1968 Bestand hatte ...