Anästhesie


Aether, Transportflasche (1)

abb1324
 

 

    Synomyma: aether ad narcosin, aether anaestheticus Aether pro narcosi. Abk. Ae. pro narcosi, Narkose-Äther; engl.: anaesthetic ether. Gemäß Arzneibuch ein gereinigter Diäthyläther (Ae. aethylicus), d.h. frei von Aceton, Aldehyden, Peroxiden, schwefliger Säure u. anderen freien Säuren, mit Stabilisator-Zusatz. Muss trocken, lichtgeschützt, kühl u. dicht verschlossen (mit Metallfolie überzogener Korken) aufbewahrt werden. Wegen Explosionsgefahr trotz großer therapeutischer Breite (Letalität ca. 0,3‰) u. schwach muskelrelaxierender Wirkung in Industriestaaten nur noch historisch interessant.


Innerhalb Deutschland kommt die erste Äthernarkose am 24. Januar 1847 durch Heinrich E. Weikert und Carl F.E. Obenaus in Leipzig zur Anwendung. Am gleichen Tag bediente sich auch Johann Ferdinand Heyfelder in Erlangen dieser neuartigen medizinischen Technik.

 

Alle Flaschen wurden aus braunem (selten grün/blauem) Glas hergestellt, da man erkannte, dass es unter Lichteinfluss zu toxischen Veränderungen des Äthers [ebensowie des Chloroforms] kommen konnte. Die Beschriftung der Flaschen erfolgte entweder in der "embossing" (Hochrelief) - oder der "etching" (Aetzung) -Technik. Der Text unserer Flasche wurde eingeätzt.

Höhe 11,8 cm, Durchmesser an der Basis 5,4 cm. Herkunft: Saint-Hélène-Bondeville / Haute-Normandie, 2013.