Chirurgie


Verbandkasten (2), Luftwaffe

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Anschluß Österreichs an das Reich im April 1938. Noch reichte für die damaligen Flugzeuge die Piste des im Sommer 1925 eingeweihten Flughafens in der östlich von Innsbruck liegenden Reichenau (Piste 640 m).

Als aber die Luftwaffe in den 1940er Jahren strahlgetriebene Jagdflugzeuge bzw. Jagdbomber entwickelte, war die Piste zu kurz.

Mitte 1943 wurde daher mit Planierarbeiten im Umfeld der sog. Ulfis-Wiesen in Hötting begonnen, 1944 wurde der "Flughafen West" auf 915 m Länge ausgebaut.

 

Exponat

Aus den Beständen der Luftwaffe stammt ein unscheinbarer, im Januar 2018 auf einem Innsbrucker Flohmarkt erstandener Verbandkasten aus dem Jahr 1941 mit der Aufschrift WL (W für Wehrmacht, L für Luftwaffe) und der Nummer 56867.

 

Die vorrückenden Amerikaner konfiszierten das auf dem "Airdrome Hötting" in Innsbruck vorgefundene Flugmaterial (mehrere Me-262, Junkers-87, 88 und 188er-Modelle). Die Franzosen übernahmen das Gelände nach Kriegsende und bauten ab 1946 den ehemaligen deutschen Luftwaffenstützpunkt mit einer Betonpiste aus, die zu Beginn 1140 lang war, und einem Terminal entlang der Kranebitter Allee. Am 15. Jänner 1948 wurde der neue Flughafen für die zivile Flugfahrt freigegeben.

Der heutige Terminal und die auf 1950 m verlängerte Piste wurden erst 1964 anlässlich der Olympischen Winterspiele fertiggestellt, der Luftfrachtterminal wurde 1994 in Betrieb genommen.